Referenz
Chargeable Weight Beispiele: 224 kg, 250 kg und 592 kg durchgerechnet
Vier Chargeable-Weight-Beispiele mit den Planungsdivisoren 6000 und 5000; maßgeblich bleibt vor der Buchung das aktuelle Carrier-Angebot.
Das Gewicht auf der Waage ist nicht das, was die Airline berechnet. Fluggesellschaften und Kurierdienste fakturieren nach dem frachtpflichtigen Gewicht (Chargeable Weight) — dem höheren Wert aus tatsächlichem Bruttogewicht und Volumengewicht. Wer vor der Buchung nicht rechnet, zahlt für eine leicht wirkende Palette wie für schwere Ware. Dieser Beitrag rechnet vier reale Fälle durch (224 kg, 250 kg, 592 kg sowie ein Nachkommastellen-Szenario), die uns Versender am häufigsten stellen, plus eine Dichte-Entscheidungstabelle zum Speichern.
Die zwei Formeln, die Sie brauchen
Planungsbeispiel Luftfracht:
Volumengewicht (kg) = L × B × H (cm) ÷ 6000
Planungsbeispiel Express:
Volumengewicht (kg) = L × B × H (cm) ÷ 5000
Die Divisoren 6000 und 5000 sind verbreitete Planungswerte, keine universellen Regeln. Prüfen Sie Divisor, Rundung, Mindestwerte und die Berechnung je Packstück im aktuellen Carrier- oder Serviceangebot. Die Beispiele verwenden unter diesen Annahmen den höheren Wert aus Volumen- und Bruttogewicht.
Im 6000-Planungsbeispiel gewinnt über etwa 167 kg/m³ das tatsächliche Gewicht, darunter das Volumen. Mit 5000 liegt der Umschlagpunkt bei rund 200 kg/m³; ein anderer Angebotsdivisor verschiebt ihn.
Fall 1 — 250-kg-Palette, geringe Dichte: Volumen gewinnt
Eine 250 kg schwere Palette mit den Außenmaßen 120 × 100 × 150 cm.
- Volumen = 120 × 100 × 150 = 1.800.000 cm³ = 1,80 m³
- Volumengewicht (6000-Beispiel) = 1.800.000 ÷ 6000 = 300 kg
- Bruttogewicht = 250 kg
- Chargeable Weight = 300 kg (Volumen gewinnt)
- Dichte = 250 ÷ 1,80 = 139 kg/m³ → unter 167, Volumen gewinnt
Bei einem angebotenen Divisor 5000 wären es 360 kg — 44 % mehr als das Ist-Gewicht. Wenden Sie diesen Wert nur an, wenn das aktuelle Angebot 5000 nennt.
Fall 2 — 224 kg, warum das frachtpflichtige Gewicht höher ist als das Gesamtgewicht
Eine häufige Frage: “Warum ist mein Chargeable Weight bei Luftfracht 224 kg mehr als das Gesamtgewicht?”
Angenommen 224 kg Bruttogewicht in einer 100 × 100 × 160 cm Kiste.
- Volumen = 100 × 100 × 160 = 1.600.000 cm³ = 1,60 m³
- Volumengewicht (6000-Beispiel) = 1.600.000 ÷ 6000 = 266,67 kg
- Chargeable Weight = 267,0 kg, falls das Angebot aufwärts in 0,5-kg-Schritten rundet; sonst gilt dessen Methode.
- Dichte = 224 ÷ 1,60 = 140 kg/m³ → unter 167, Volumen gewinnt
Antwort: Die Kiste belegt den Laderaum einer 267-kg-Sendung, obwohl sie 224 kg wiegt. Der Carrier verkauft Kubikmeter, nicht Kilogramm — Sie zahlen für den Platz.
Fall 3 — 592 kg dichte Ware: Ist-Gewicht gewinnt
Ein Werkzeugmaschinen-Bauteil, 592 kg brutto, auf einer Sonderpalette 120 × 100 × 120 cm.
- Volumen = 120 × 100 × 120 = 1.440.000 cm³ = 1,44 m³
- Volumengewicht (6000-Beispiel) = 1.440.000 ÷ 6000 = 240 kg
- Bruttogewicht = 592 kg
- Chargeable Weight = 592 kg (Ist-Gewicht gewinnt)
- Dichte = 592 ÷ 1,44 = 411 kg/m³ → weit über 167
Unter dem genannten Divisor wird diese dichte Beispielware nach Ist-Gewicht berechnet. Prüfen Sie Divisor, Rundung und Mindestwerte des gebuchten Services, bevor Sie Verpackungsaufwand priorisieren.
Fall 4 — Nachkommastellen
Die Tabelle vergleicht zwei mögliche Rundungen. Verwenden Sie die Spalte 0,5 kg nur, wenn das Angebot eine Aufrundung in 0,5-kg-Schritten nennt; sonst gilt die dort angegebene Ganzkilogramm- oder andere Methode.
| Rechenwert | Auf 0,5 kg | Auf 1 kg |
|---|---|---|
| 12,3 kg | 12,5 kg | 13 kg |
| 224,1 kg | 224,5 kg | 225 kg |
| 266,67 kg | 267,0 kg | 267 kg |
| 592,0 kg | 592,0 kg | 592 kg |
Nur wenn das Angebot jedes Packstück getrennt bewertet und jeweils in 0,5-kg-Schritten aufrundet, ergeben drei Kartons à 8,4 kg insgesamt 3 × 8,5 = 25,5 kg. Ohne diese Angebotsbedingung gilt das Beispiel nicht.
Dichte-Entscheidungstabelle (zum Speichern)
| Dichte (kg/m³) | 6000-Planungsbeispiel | 5000-Planungsbeispiel |
|---|---|---|
| < 100 | Starker Volumenaufschlag | Noch schlimmer |
| 100–167 | Volumen gewinnt | Volumen gewinnt |
| 167 (Break-even bei 6000) | Gleichstand | Volumen gewinnt |
| 167–200 | Ist-Gewicht gewinnt | Volumen gewinnt |
| 200 (Kurier-Break-Even) | Ist-Gewicht gewinnt | Gleichstand |
| > 200 | Ist-Gewicht gewinnt | Ist-Gewicht gewinnt |
Faustregeln:
- Dichte < 150 kg/m³ — Karton anpassen, bevor Sie buchen.
- Dichte > 300 kg/m³ — keine Zeit auf Verpackung verlieren.
- Dazwischen — beide Formeln durchrechnen.
Wann Luftfracht in Seefracht wechseln?
Es gibt keinen allgemeinen Preisumschlag bei 1000 kg oder 6 m³. Vergleichen Sie aktuelle Gesamtangebote für Luft und LCL bei gleichem Ursprung, Ziel, Packmaß, Mindestentgelt, Leistungsumfang und Termin; je nach Sendung kann jeder Modus gewinnen. Für die Gesamtentscheidung siehe unseren Luft- vs. Seefracht-Leitfaden.
Häufige Fragen
Wie berechnet sich das frachtpflichtige Gewicht in der Luftfracht? Für die Planung können Sie L × B × H in cm durch 6000 teilen. Wenden Sie danach Divisor, Vergleich und Rundung aus dem aktuellen Carrier-Angebot an.
Warum ist mein Chargeable Weight bei Luftfracht 224 kg mehr als das Gesamtgewicht? Weil die Verpackung mehr Platz beansprucht als das Gewicht wiegt. Im 6000-Planungsbeispiel gewinnt unter ~167 kg/m³ der Volumenwert; prüfen Sie die Regel des gebuchten Services.
Wie viel Chargeable Weight hat eine 250 kg Sendung? Das hängt von Maßen und Angebotsdivisor ab. Mit 6000 ergeben 250 kg bei 1,8 m³ ein frachtpflichtiges Gewicht von 300 kg; bei 1,0 m³ gewinnt das Ist-Gewicht.
Wie geht die Berechnung bei Kurierdienst? Nutzen Sie die Formel im aktuellen Kurierangebot. 5000 ist ein verbreitetes Planungsbeispiel und ergibt für dasselbe Paket einen höheren Wert als 6000.
Gilt in der Luftfracht immer der Divisor 6000? Nein. 6000 ist ein verbreiteter Planungswert und entspricht, wenn er angeboten wird, 166,67 kg/m³. Verbindlich sind Divisor, Rundung und Mindestwerte im aktuellen Carrier-Angebot.
Fazit
Bei den Planungsdivisoren 6000 und 5000 liegen die beispielhaften Dichte-Grenzen bei ~167 und ~200 kg/m³. Der gebuchte Service kann abweichen: Jede Sendung messen und das aktuelle Angebot prüfen. Für eine Schätzung steht unser Chargeable-Weight-Rechner bereit; die Methode erklärt der Chargeable-Weight-Leitfaden.
