Vergleich
DDP vs. DAP vs. FOB: Die richtige Incoterm-Klausel für China-Importe
Drei der gängigsten Incoterms für den Einkauf aus China im Vergleich — wer Fracht, Zoll und Abgaben unter FOB, DAP und DDP übernimmt und welche zu Ihnen passt.
Wenn Sie aus China importieren, decken drei Incoterms den Großteil der Geschäfte ab: FOB, DAP und DDP. Sie liegen an verschiedenen Punkten eines Spektrums — von „Ich kümmere mich selbst um den Versand” bis „Liefern Sie es an meine Tür, alles inklusive”. Die gute Wahl beeinflusst Ihre Kosten, Ihre Kontrolle und Ihr Risiko. So vergleichen sie sich.
FOB — Sie steuern die Fracht
Unter FOB (Free On Board) liefert der Verkäufer die Ware an Bord des Schiffes im Ladehafen und fertigt sie zur Ausfuhr ab. Ab diesem Punkt gehen Fracht, Versicherung, Bestimmungsgebühren, Zollabfertigung und Abgabe auf Sie über.
- Am besten für: Importeure, die regelmäßig versenden, einen eigenen Spediteur haben und Kontrolle über Routing und Raten wollen.
- Vorteil: Sie sehen die echten Frachtkosten und können sie vergleichen. Keine versteckte Marge, die im Produktpreis steckt.
- Achtung: Sie übernehmen Risiko und Verantwortung, sobald die Ware an Bord ist — einschließlich etwaiger Überraschungen am Bestimmungsort.
Hinweis: FOB ist streng genommen eine reine Seeklausel. Für containerisierte Ware ist FCA das korrektere Äquivalent, auch wenn „FOB” in der Branche locker verwendet wird.
DAP — geliefert, aber Sie verzollen
Unter DAP (Delivered at Place) organisiert und bezahlt der Verkäufer den Transport bis zu Ihrer benannten Adresse. Sie übernehmen die Einfuhrabfertigung und zahlen die Abgabe und die Einfuhrsteuern.
- Am besten für: Käufer, die eine einfache Zustellung an die Tür wollen, aber dennoch ihre eigene Einfuhrabgabe und -steuer steuern — und sehen — möchten.
- Vorteil: Eine Partei managt die Fracht; Sie behalten den Überblick über die Zollrechnung.
- Achtung: Sie müssen bereit sein zu verzollen und die Abgabe zu zahlen, sonst kann die Sendung an der Grenze ins Stocken geraten.
DDP — alles inklusive
Unter DDP (Delivered Duty Paid) übernimmt der Verkäufer buchstäblich alles: Fracht, Bestimmungsgebühren, Einfuhrabfertigung und Abgabe, geliefert bis an Ihre Tür.
- Am besten für: neuere Importeure, geringe Sendungsvolumina oder jeden, der einen einzigen All-in-Preis ohne logistische Beteiligung will.
- Vorteil: maximale Einfachheit — Sie nehmen die Ware entgegen, und das war’s.
- Achtung: Bequemlichkeit hat ihren Preis. Abgabe und Abwicklung sind in den Preis eingebunden, oft mit einer Marge, und Sie verlieren den Einblick, was Sie tatsächlich für Fracht und Steuer zahlen. DDP setzt zudem darauf, dass der Verkäufer in Ihrem Land korrekt verzollt.
Ein schneller Weg zur Entscheidung
- Niedrigste Landed Cost gewünscht und einen Spediteur zur Hand? FOB / FCA.
- Zustellung an die Tür, aber Kontrolle über Ihre Abgabe? DAP.
- Null Aufwand und ein einziger Preis? DDP.
Das Fazit
Es gibt keine pauschal „beste” Klausel — nur die, die zu Ihrem Volumen und Ihrer Bereitschaft zur Beteiligung passt. Mit zunehmendem Wachstum wechseln viele Importeure von DDP hin zu FOB, um Kontrolle zu gewinnen und Kosten zu senken. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich von Ihrem Spediteur dieselbe Sendung unter jeder Klausel kalkulieren; der Vergleich macht die richtige Wahl meist offensichtlich.